Geschichtliches & Geschichten

Der Alte Rinken- Muschelfischer vor List, ca.1900

Um 1240: Sylt ist eine der 13 Harden der Utlande und gehört dem dänischen Staat an.
1292: Erste Erwähnung des Namen´s List (Lystum).
1364: Die Siedlung Lystum fällt der großen Manndränke zum Opfer. Der Ort entsteht weiter nordöstlich neu. Um die Mitte des 15. Jahrhunderts wird eine St. Jürgen Kirche erwähnt.
1460: Vertrag von Riepen, Schleswig und Holstein sind durch Personalunion mit Dänemark verbunden, List und das Listland bleiben bis 1864 reichsdänisch.
1608: Die Dünen von Kampen bis List sind im Privatbesitz der Altlister Familien Diedrichsen und Paulsen. In diesem Jahr erfährt man zum ersten Mal, daß die Besitzer des Listlandes Abgaben zahlen mussten.
1644: Eine schwedisch-holländische Kriegsflotte unter dem Kommando von Admiral Thijssen von 26 Schiffen hält sich im Lister Tief auf. Sie wird durch 3 dänische Kriegsschiffe (9 Schiffe lagen vor Sylt), die die Ausfahrt in die offene See blockieren, unter Führung König Christian IV besiegt. Auf dieses Ereignis geht der Name Königshafen zurück.
Lister Tief war damals über 20 Meter tief.


Das alte Lister Tor aus Finnwalkieferknochen. Die Postkutsche nach Westerland.

1682: Inschrift eines Lister Hauses: Lister Dybs Told Cammer 1682. Die Inschrift besagt, dass hier die in diesem Jahr erstmals errichtete dänische Zollstation untergebracht war.
1790: Strandung eines Schiffes auf dem Weg nach Ostindien. Noch heute heißt die Dünenkette etwas westlich vom "Westfeuer" Ostindienfahrershuk. Insgesamt hat es an die 70 registrierten Strandungen gegeben.
1827: Trieb ein Finnwal von über 20 m länge an den Lister Strand. Seine Kiefern wurden aufgestellt und stellten nun das Lister Tor .
1863: Die Dänen erbauen auf der hohen Kante des "Brünks" im Westen des Dorfes ein Schulhaus.
1864: Durch Tausch von Ländereien geht List vom dänischen zum preußischen Staat über.
1882: Die Deutsche Gesellschaft zur Rettung Schiffbrüchiger baut eine Station auf dem Ellenbogen.

1903. Auch weite Wege und etwas umständliche Anreisen hielten von einem Besuch in List nicht ab.

1900: List zählt 13 Häuser
1910: Bau der staatlichen Austernanlagen. Der Königshafen von List ist Stützpunkt einer ertragreichen Austernfischerei. Bau einer neuen Anlegebrücke.
1914: List wird Militärstützpunkt. Die ersten Befestigungsanlagen wurden in die Dünen gebaut.
In der Nähe des Hafens entsteht die erste Flughalle.
1927: Gründung Deutsche Verkehrs Flieger Schule See (DVS). Ausbildung von Flugzeugführern und flugtauglichen Personal für die zivile Luftfahrt (Lufthansa). 1. Juni 1927.

Pause muss sein-zur Nachahmung nicht empfohlen! Flieger vor dem Alten Gasthof List

1923: Die Lister Dünen werden unter Naturschutz gestellt. Zusammen mit einem weiteren Gebiet auf der Insel Sylt, sind hier die ersten Schutzgebiete in Schleswig-Holstein.
1931: Der in Berlin geborene Wolfgang von Gronau, flog mit einem Donier Wal Wasserflugzeug von List aus um die Welt - 60.000 km.
1934: Wieder baut das Militär weitere Befestigungsanlagen in die Dünen. List wird zum Militärflugstützpunkt ausgebaut. Die Kirche St. Jürgen wird erbaut. Der eigentliche Aufbau des heutigen List beginnt.

1935 Dampfer "Adran" strandet am Lister Weststrand.

1949: Am Lister Weststrand wird ein Behelfsrestaurant aus Holz aufgestellt.
1960: Ein Walross verirrt sich an den Lister Strand.
Die Holz - Strandhalle wird abgerissen.
Eine Kurstrandhalle mit ca. 260 Plätzen wird am Weststrand gebaut.
1963: Der dänische Schiffsreeder Lindinger eröffnet die Fährverbindung List - Röm (Auto- und Personenfähre).

List in den 50er Jahren des letzten Jahrhunderts. Blick auf die Alte Dorfstraße und Alte Bahnhofstraße

1967: Bei einer schweren Sturmflut ist die Randdüne südlich des Ostindienfahrershuk durchbrochen. Die Vordüne ist auf einer Länge von ca. 250m restlos weg.
1970: Die Kleinbahnstrecke (Inselbahn) wird eingestellt und der Verkehr von Bussen der S.V.G. durchgeführt.

Die ehemalige Marineversorgungsschule.

1985: In der Nacht vom 5. zum 6. November hat eine schwere Sturmflut die Dünen bei der Strandhalle dermaßen abgetragen, daß eine Weiterführung des Betriebes nicht mehr gewährleistet werden kann.
1986: Die Kurstrandhalle muss als Folge der schweren Sturmflut 1985 abgerissen werden.
Die neue Weststrandhalle wird 110m weiter östlich errichtet.
1992: List feiert am 25. August sein 700jähriges Bestehen.
2004: Der Lister Hafen wir komplett umgebaut. List erhält damit ein neues touristisches Zentrum.
2007: Die Marineversorgungsschule List schließt endgültig ihre Pforten. Über Jahrzehnte war die Marine ein gestaltendes Element der Gemeinde und der größte Arbeitgeber.
2009: Das Erlebniszentrum Naturgewalten wird im Februar eröffnet. List hat eine neue Attraktion.